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Alphonse Mucha
Mit siebzehn verließ er sein Zuhause, um als Kulissenmaler am Ringtheater in Wien zu arbeiten. Als das Theater niederbrannte, verlor Mucha seinen Job, fand aber neue Beschäftigung am Schloss welches der Sitz von Graf Khuen-Belasi war, der der Schutzherr von Mucha wurde und ihn sogar einige Jahre später zum Studium an die Münchener Kunstakademie sandte. Von München ging Alphonse Mucha 1887 nach Paris, um seine Studien an der Académie Julian und dann der Académie Colarossi fortzusetzen. Als Graf Khuen aufhörte, seine Rechnungen zu bezahlen, wurde Mucha gezwungen, die Akademie zu verlassen und seinen Lebensunterhalt als Illustrator zu verdienen. In dieser Zeit machte Mucha sehr viele Skizzen, und Zeichnungen - Studien für Illustrationen, die in 'Le Figaro illustré', 'Le Petit Parisien illustré' und anderen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Dieser frühe Mucha arbeitet an seinen Beiträgen zu solchen Illustrierten, sowie an Büchern wie das von Judith Gauthiers L'Éléphant blanc, an dem Mucha dann arbeitete, noch im aktuell vorherrschenden akademischen, historisierendem Stil. Eine Kommission, durch einen Angestellten von Lemercier arrangiert, wählte Mucha, um einen Poster für Sarah Bernhardt zu entwerfen, welches 1894 den Durchbruch für Alphonse Mucha bedeutete und dem tschechischen Künstler in Frankreich den Ruf eines einflussreichen Jugendstil-Designers einbrachte. Sarah Bernhardt war von der Arbeit von Mucha begeistert und beauftragte ihn von da an Kostüme, Schmucksachen und Bühnenbilder sowie Poster für ihre Aufführungen zu entwerfen. Kurz vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs, kehrte Mucha in seine heimatliche Tschechoslowakei zurück. Er widmete dort einige Zeit dem Steindruckverfahren, bevor er sich einer Folge von zwanzig großen Bildern, dem 'slawisches Epos' widmete, die zunehmend seine Zeit in Anspruch nahmen. Nicht lange nachdem am 16. März 1939 deutsche Truppen in die Tschechoslowakei einfielen, um Böhmen und Mähren zu annektieren, starb Alphonse Mucha am 14. Juli 1939 in Prag. |
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